Was kostet ein Cyberangriff? Die wahren Folgekosten für Unternehmen
Wenn von den Kosten eines Cyberangriffs die Rede ist, denken viele zuerst an das Lösegeld. Tatsächlich ist es oft der kleinste Posten. Die teuersten Folgen entstehen abseits der Schlagzeilen — beim Stillstand, bei der Wiederherstellung und in der Haftung.
Die fünf Kostenblöcke eines Angriffs
- Betriebsunterbrechung — entgangener Gewinn und weiterlaufende Fixkosten, während die IT steht
- Wiederherstellung & Forensik — Aufklärung des Vorfalls, Bereinigung und Neuaufbau der Systeme
- Lösegeld — sofern überhaupt gezahlt wird; von Experten grundsätzlich nicht empfohlen
- Haftung & Bußgelder — Ansprüche Betroffener und mögliche DSGVO-Bußgelder nach Datenpannen
- Reputations- und Folgeschäden — verlorenes Vertrauen, abgesprungene Kunden, Krisenkommunikation
Warum die Betriebsunterbrechung am teuersten ist
Nach einem schweren Ransomware-Vorfall steht der Betrieb im Schnitt rund drei Wochen ganz oder teilweise still. Drei Wochen ohne funktionierende IT bedeuten für die meisten Unternehmen erhebliche Umsatzausfälle — bei gleichzeitig weiterlaufenden Kosten wie Löhnen und Miete.
Ein illustratives Rechenbeispiel
Ein mittelständischer Betrieb, dessen Tagesumsatz für drei Wochen wegbricht, verliert allein dadurch schnell einen erheblichen Teil seines Monatsergebnisses. Hinzu kommen Forensik, Wiederaufbau und mögliche Haftungsfragen. Die Summe kann das Vielfache einer Jahresprämie für eine Cyberversicherung erreichen — die Zahlen sind illustrativ und im Einzelfall sehr unterschiedlich.
Existenzrisiko gerade für KMU
Für kleine und mittlere Unternehmen kann ein einziger schwerer Vorfall existenzbedrohend sein — ihnen fehlen die Reserven großer Konzerne. Warum sich der Schutz gerade hier lohnt, lesen Sie in unserem Beitrag Cyberversicherung für KMU: sinnvoll?.
Was Unternehmen jetzt tun sollten
Die beste Strategie ist eine Kombination aus Prävention und finanzieller Absicherung. Was eine passende Police kostet, zeigt unser Ratgeber Was kostet eine Cyberversicherung?. Den passenden Tarif finden Sie über unseren unabhängigen Vergleich.
Häufige Fragen
In den meisten Fällen die Betriebsunterbrechung. Der Ausfall der IT führt zu Umsatzverlusten bei weiterlaufenden Fixkosten — oft teurer als Lösegeld oder Wiederherstellung allein.
Nach einem schweren Ransomware-Vorfall im Schnitt rund drei Wochen ganz oder teilweise. Die genaue Dauer hängt von Vorbereitung, Backups und Schnelligkeit der Incident Response ab.
Eine gute Cyberversicherung deckt Betriebsunterbrechung, Wiederherstellung, Forensik sowie Haftungsansprüche Dritter ab und stellt ein Incident-Response-Team bereit. Der genaue Umfang ergibt sich aus dem Bedingungswerk.
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